Navigation

Medizintechnik in Erlangen

Warum Medizintechnik in Erlangen?

Berufsbild Medizintechnik-IngenieurMUSTOF-Hoeller-Schneider

Der zunehmende Fortschritt in der Medizin fordert auch im Bereich der Medizintechnik innovative Entwicklungen und verbesserte Verfahren. Medizintechnik-Ingenieure befassen sich in Industrie und Gesundheitswesen mit der Entwicklung, dem Vertrieb, der Betreuung und Instandhaltung von medizinisch-technischen Anlagen und Apparaten, wie z. B. neuartiger Röntgensysteme, Strahlentherapieanlagen, Ultraschallsystemen oder Chirurgie-Roboter. Die Geräte sollen helfen, schnelle Heilungsverfahren und treffsichere Diagnosen zu ermöglichen und die Mediziner bei ihrer Arbeit wirkungsvoll und erfolgreich unterstützen. Der technische Service sowie die Schulung und Überwachung des Personals im Umgang mit medizinisch-technischen Geräten sind weitere mögliche Aufgaben des Medizintechnik-Ingenieurs. In der Industrie sind Medizintechnik-Ingenieure mit dem Vertrieb medizinischer Geräte sowie dem Service, Produktmanagement, Marketing und der Qualitätssicherung befasst.

Wachsende und Innovative Branche

Medizintechnik ist eine wichtige zukunftsorientierte Hochtechnologie-Branche, die Arbeitsplätze und Wohlstand in Deutschland sichert und gleichzeitig einen Beitrag zur Gesundheit der Menschen und zur Steigerung der Effizienz im Gesundheitswesen erbringt. Im Jahr 2016 wurde in Deutschland eine Bruttowertschöpfung von 13,2 Mrd. Euro im Bereich Medizintechnik erreicht. Zudem gingen Waren im Wert von 26 Mrd. Euro in den Export. Die jährliche Steigerung dieses Produktionsvolumens liegt stabil über viele Jahre bei ca. 4,7% und damit im Durchschnitt des verarbeitenden Gewerbes. Eine konservative Prognose besagt, dass diese Steigerungsrate mindestens für die nächsten 100 Jahre anhält – es gibt kaum eine Branche mit solch positiven Zukunftsaussichten. Medizintechnik sichert in Deutschland heute ca. 188.500 Arbeitsplätze. Trotz einer vereinzelt bei größeren Unternehmen erkennbaren Auslagerung von Produktionsteilen und Forschungs- und Entwicklungsabteilungen ins Ausland gibt es insgesamt ein positives Beschäftigungssaldo. Mittelständische Unternehmen behaupten sich erfolgreich im Weltmarkt. Viele Unternehmensgründungen sind erfolgreich (Quelle: https://www.bmwi.de).

Bayern belegt Spitzenplatz

Gegenwärtig existieren für den Bereich der (bio)medizinischen Grundlagenforschung neben klinischen Forschungsgruppen über 20 Sonderforschungsbereiche an den bayerischen Universitäten sowie 6 Transregios, bei denen eine bayerische Hochschule die Sprecherrolle innehat.Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt die Gesundheitsforschung von 2011 bis 2018 mit mehr als 13 Milliarden Euro. Drei Milliarden Euro sollen für den „Masterplan Bayern Digital II“ bis 2022 zur Verfügung stehen. 185 Millionen davon sind für digitale Medizin und Pflege vorgesehen.doerfler Forschungsergebnisse werden in Bayern aber auch unmittelbar in neue Behandlungsmethoden und medizintechnische Innovationen umgesetzt. Von den weltweit umsatzstärksten Medizintechnik- und Pharmafirmen ist eine große Zahl in Bayern zu Hause bzw. mit Unternehmenszentralen oder Niederlassungen vertreten. Mit über 1000 überwiegend mittelständischen Firmen sowie rund 80.000 Beschöftigten bündelt Bayern wie kaum eine andere Region in Europa unternehmerische Kompetenz in der Medizintechnik. Bayern deckt rund 30 % der gesamten medizintechnischen Produktion Deutschlands und damit mehr als drei Prozent weltweit ab (Quelle: www.cluster-bayern.de,  www.ptj.de/www.km.bayern.de).

Erlangen – Stadt der Medizintechnik

Das Stichwort für Wachstumsdynamik lautet heute Clusterbildung. Erlangen ist ein solch ausgezeichnetes Cluster für die Medizintechnik, zusammen mit Siemens Healthineers und der Friedrich-Alexander-Universität beinahe schon ein Weltkompetenzzentrum. Nirgendwo sonst findet man eine größere medizintechnische Kompetenzdichte als in der 100.000 Einwohner-Stadt inmitten des Medical Valley. Beinahe jeder vierte Arbeitnehmer verdient heute sein Brot in den Bereichen Medizintechnik und Gesundheit.
Dschlossgartenie unmittelbare Nähe von hervorragender Wissenschaft und traditioneller und junger, innovativer Wirtschaft bildet den Nährboden für die dynamische Entwicklung Erlangens. Mit der zweitgrößten bayerischen Alma Mater, deren Medizinische Fakultät zu den angesehensten in Deutschland zählt, sowie über 100 mittelständischen Unternehmen mit den Schwerpunkten medizinische Forschung, Produktion und Dienstleistung und dem Global Player Siemens Healthineers an der Spitze zählt die Hugenottenstadt mittlerweile zu den Topregionen Europas. Einmalig in Bayern sind die Möglichkeiten einer engen Kooperation mit der Technischen Fakultät und den Naturwissenschaften. So fördert zum Beispiel das neue Nikolaus-Fiebiger-Zentrum Spitzenforschung im Grenzbereich Biologie/Medizin. Naturwissenschaftler und medizinische Forscher arbeiten eng verzahnt zusammen.
Nicht minder eindrucksvoll sind die Daten der medizinischen Versorgung: 24 Universitätskliniken, das Klinikum am Europakanal und das Waldkrankenhaus St. Marien mit insgesamt über 2800 Betten genießen regional und überregional einen sehr guten Ruf. Mit dem bisher einmaligen interdisziplinären Neurozentrum, in dem Experten der vier Universitätskliniken für Neurochirurgie, Neurologie, Augenheilkunde und Psychiatrie eng zusammenarbeiten und über neueste Technik verfügen, steht Erlangen in der Gehirnchirurgie nach Expertenmeinung sogar unangefochten an der Weltspitze. Erhaltung und Ausbau der hohen Qualitätsstandards haben nicht nur in der Hugenottenstadt, sondern auch bei der Bayerischen Staatsregierung, die Forschungs- und Krankenhauseinrichtungen mit erheblichen finanziellen Mitteln fördert, hohe Priorität.
Erlangen ist Sitz des Bayerischen Laserzentrums, zweier Fraunhofer-Institute und der Max-Planck-Forschergruppe „Optik, Information und Photonik“. Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg Erlangens zur „Medizinhauptstadt“ wurde mit dem Bau des Medical Valley Centers (MVC) gesetzt.