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Abschlussarbeiten

In Ihrer Abschlussarbeit sollen Sie wissenschaftlich arbeiten, d.h. eine eigenständige Forschungsleistung im Bereich der Medizintechnik erbringen. Wenn Sie mit dem Konzept des wissenschaftlichen Arbeitens noch nicht vertraut sind, können Sie sich diese Fähigkeiten z.B. im Rahmen der im Sommersemester angebotenen Lehrveranstaltung „Nailing your Thesis“ (s. UnivIS) aneignen . Viele betreuende Lehrstühle bieten außerdem regelmäßige Kolloquien an, im Rahmen derer Probleme und Forschritte der aktuellen laufenden Arbeiten besprochen werden. Bei Schreibproblemen auf Deutsch und Englisch hilft Ihnen unsere Schreibberatung.

Für Bachelor- und Masterarbeiten gilt:

Regulär darf die Arbeit nur von Hochschullehrern und -lehrerinnen (=ProfessorInnen oder JuniorprofessorInnen) ausgegeben werden, deren Lehrstühle an den Pflicht-, Kern- oder Vertiefungsmodulen des Bachelor- oder Masterstudiengangs Medizintechnik beteiligt sind. D.h., ProfessorInnen, die nur für das Modul „Freie Wahl Uni“ (B7.2) im Bachelor oder die Modulgruppe und „Flexibles Budget“ (M7) im Master Lehrveranstaltungen anbieten, sind von der Betreuung von Abschlussarbeiten ausgenommen. In Ihrem eigenen Interesse sollte die akademische Betreuung Ihrer Arbeit nicht von einem Professor/einer Professorin betreut werden, der nicht aus den Ingenieurswissenschaften stammt. Eine Liste der an den Modulen im Studiengang beteiligten Lehrstühle finden Sie in unserem Studienführer. Auf vorherigen Antrag an den Prüfungsausschuss der Technischen Fakultät (per E-Mail an Frau Jahreis vom Prüfungsamt) können in Ausnahmefällen auch Betreuer von anderen Lehrstühlen und Fakultäten genehmigt werden, sofern die erforderliche ingenieurwissenschafliche Betreuung gesichert ist.

Die akademische (offizielle) Betreuung erfolgt durch die/den ausgebenden Hochschullehrer/in, die praktische technische Betreuung meist durch Mitarbeiter desselben Lehrstuhls. Weiterhin ist für Bachelor- wie Masterarbeiten ein zusätzlicher medizinischer Betreuer (Angehörige/r des Universitätsklinkums, Angehörige/r einer anderen Klinik/Röntgenpraxis oder niedergelassener Arzt, in jedem Fall Akademiker) Pflicht. Der medizinische Betreuer ist nicht an der Notengebung beteiligt, sondern dient als Ansprechpartner für die medizinischen Inhalte Ihrer Arbeit. Bitte klären Sie zu Beginn der Bearbeitungsphase mit Ihrem medizinischen Betreuer ab, wie stark er sich in Ihre Arbeit einbringen möchte, d.h., ob Sie ihm regelmäßig Rückmeldung über den Stand Ihrer Arbeit geben sollen oder ob er sie nur am Ende Korrektur liest.

Die Arbeit wird durch den betreuenden Lehrstuhl beim Prüfungsamt angemeldet. Dafür muss das Meldeformular für Abschlussarbeiten für Medizintechnik verwendet werden. Dieses Formular legen Sie beim Prüfungsamt vor, behalten das Originaldokument aber bei sich, da Sie es für die Abschlussmeldung wieder brauchen (s.u.).

Ihre Bachelorarbeit können Sie anmelden, sobald Sie die Grundlagen- und Orientierungsprüfung(GOP) bestanden und mindestens 110 ECTS-Punkte erworben haben.

Ihre Masterarbeit können Sie anmelden, sobald sie alle (eventuellen) Auflagen bestanden und mindestens 75 ECTS-Punkte erworben haben.

Für die Abschlussarbeiten ist der zeitliche Umfang vorgegeben. Pro ECTS-Punkt werden 30 Stunden veranschlagt.

Für die Masterarbeit sind sechs Monate Bearbeitungszeitraum festgesetzt; d.h. das letzte Semester sollte komplett der Masterarbeit gewidmet werden.

Bachelorarbeiten sind vom Umfang her so konzipiert, dass nebenher noch andere Studienleistungen abgelegt werden können. Die Zeit von der Anmeldung bis zur Abgabe beträgt 5 Monate.

Art der Arbeit Gesamtumfang in ECTS Gesamtumfang in Stunden Bearbeitungszeit
Masterarbeit 30 900 6 Monate
Bachelorarbeit 10 300 5 Monate

Die schriftliche Arbeit muss bis zum offiziellen Abgabertermin am betreuenden Lehrstuhl in einem gedruckten und gebundenem Exemplar und einem digitalen Exemplar (PDF-Dokument auf Speichermedium) abgegeben werden. Der zugehörige Vortrag und die Benotung können nach der offiziellen Abgebefrist stattfinden. Die Verrechnung von Vortragsnote und Note der Abschlussarbeit erfolgt nach den Vorgaben des betreuenden Lehrstuhls. In jedem Fall darf nur eine Gesamtnote ans Prüfungsamt weitergeleitet werden. Die Note wird innerhalb von vier Wochen vom Betreuer an das Prüfungsamt gemeldet. Dazu wird der untere Abschnitt des Meldeformulars für Abschlussarbeiten (s.o.) verwendet.

Häufig sind Abschlussarbeiten auf den Internetseiten oder Aushängen der Lehrstühle ausgeschrieben. Das Thema Ihrer Arbeit können Sie finden, indem Sie die Webseiten der entsprechenden Lehrstühle durchsuchen (alle haben eine Sektion „Forschung“ und/oder „Abschlussarbeiten“) und die verantwortlichen Personen kontaktieren. Wenn Sie ein bestimmter Forschungsbereich interessiert, Sie aber keine ausgeschreibenen Abschlussarbeiten dazu finden, können Sie auch direkt bei den verantwortlichen Wissenschaftlern (meistens Doktoranden) anfragen, ob Sie ein Thema aus ihrem Forschungsgebiet bearbeiten können.

Nicht jedes Abschlussarbeitsthema muss einen konkreten Medizintechnikbezug haben. Sie können auch ein eher allgemein gefasstes Thema bearbeiten, sollten dann aber auf jeden Fall in einem Unterkapitel Ihrer Arbeit (mindestens 1 Seite) erläutern, inwiefern das Thema Anwendung in der Medizintechnik finden könnte. Einen medizinischen Betreuer (s.o) benötigen Sie dennoch in jedem Fall.

Beginnen Sie frühzeitig. Ende des vierten Semesters ist im Bachelorstudium ein guter Zeitpunkt, sich umzusehen. Dann haben Sie im fünften und sechsten Semester die Möglichkeit, sich im Rahmen der Wahlvertiefungsmodule erforderliches Grundwissen für die Arbeit am Wunschlehrstuhl anzueignen. Entsprechend ist es auch im Master sinnvoll, die Augen bereits ein Jahr vor dem Beginn der Arbeit offen zu halten.

Grundsätzlich können Abschlussarbeiten auch in einem Unternehmen oder an einer Forschungseinrichtung geschrieben werden, wenn der akademische Betreuer aus dem Medizintechnikstudiengang damit einverstanden ist. Die obenstehenden Regelungen gelten auch in diesem Fall. Darüber hinaus sind im Merkblatt zur Vergabe und Bearbeitung von „externen“ Bachelor- und Masterarbeiten sowie Dissertationen einige Hinweise zusammengefasst. Die größte Chance auf eine Abschlussarbeit in Kooperation mit einem Industriepartner ist gegeben, wenn Sie sich an einen Lehrstuhl wenden und nachfragen, welche Kontakte zu Unternehmen dort bereits bestehen. Der umgekehrte Weg, sich eigenständig ein Unternehmen zu suchen und sich dann um einen passenden akademischen Betreuer zu bemühen, ist nur äußerst selten erfolgreich. Es ist nicht garantiert, dass ein externes Thema an der FAU betreut werden kann. Bitte unterschreiben Sie keine Verträge mit Unternehmen, bevor nicht die Betreuung an der FAU geklärt ist!

  • Erstellen Sie zuerst einen detaillierten Plan, in welchem Sie Feiertage, Öffnungszeiten der von Ihnen benötigten Arbeitsplätze, sowie die Verfügbarkeit Ihrer Betreuerin/Ihres Betreuers beachten. Denken Sie zudem an genügend Puffer beim Erstellen des Plans.
  • Wichtig ist, sich nicht zu viel aufzuladen und sich klare Fristen zu setzen.
  • Hilfreich kann auch Rücksprache mit Kommilitonen sein, die entweder in einem ähnlichen Zeitrahmen oder zu einem verwandten Thema arbeiten.
  • Denken Sie daran,  selbstständig und fristgerecht zu arbeiten, sodass sich Ihre Betreuerin/Ihr Betreuer sich auf Sie verlassen kann.
  • Lassen Sie Ihre Betreuerin/Ihren Betreuer immer wieder wissen, wie der Stand Ihrer Arbeit ist. Wenn Sie Schwierigkeiten mit einer Aufgabe haben, sprechen Sie dies frühzeitig an. Ihr/e Betreuer/in kann die Aufgabe zwar nicht für Sie erledigen, aber er/sie kann Ihnen auf jeden Fall Hinweise dazu geben, wie Sie der Lösung näher kommen.
  • Zu Beginn steht die Literaturrecherche an. Verschaffen Sie sich einen Überblick zum aktuellen Stand Ihres Themas. Sobald Sie gezielte Fragestellungen haben, sind Datenbanken (von der Universitätsbibliothek angeboten) oder Suchmaschinen (wie Google Scholar) äußerst hilfreich.
  • Achten Sie darauf, dass sich spätestens nach der ersten Recherche eine konkrete Fragestellung herauskristallisiert.
  • Auch bei der Literaturrecherche ist der eingangs definierte Zeitplan entscheidend!
  • Nutzen Sie unbedingt Programme zur Literaturverwaltung (Citavi etc., Das RRZE bietet hierzu Kurse an) damit Sie während des Schreibprozesses nicht den Überblick über hilfreiche Artikel, Zitate, etc. verlieren. Sprechen Sie zu Beginn Ihrer Arbeit mit Ihrem Betreuer ab, welche Zitierkonvention Sie verwenden sollen oder ob Sie den Zitierstil selbst wählen können. In jedem Fall ist es wichtig, dass Sie sich konsequent an einen Stil halten.
  • Damit Sie sich nicht von einer Flut von zu erledigenden Aufgaben erschlagen fühlen, ist eine sinnvolle Gliederung von entscheidender Bedeutung. Somit ist die Rücksprache sehr viel unkomplizierter und Sie können Ihren Arbeitsplan besser strukturieren.
  • Denken Sie bei all der Vorarbeit daran, Ihr erlangtes Wissen aufzuschreiben! Zu Anfang reichen stichwortartige Sätze bzw. Verweise zu allen nötigen Informationen.
  •  Einer der schwierigsten Aufgaben ist das korrekte Zitieren. Es muss jederzeit kenntlich gemacht werden, aus welchen Quellen Sie Ihre Daten beziehen.
    • Ein wörtliches Zitat muss mit Anführungszeichen versehen werden.
    • Eine sinngemäße Zitierung muss ebenfalls gekennzeichnet werden.
    • Fügen Sie zu jedem Zitat und auch allen Grafiken eine Quelle im Literaturverzeichnis an.
    • Vermeiden Sie, die Quellenangabe aufzuschieben! Integrieren Sie das Zitieren direkt in Ihren Schreibprozess.
  • Sichern Sie stets Ihre Daten! Am besten auf diversen Speichermedien!
  • Denken Sie während der Schreibphase stets an Ihre zu Anfang festgelegte Fragestellung. Es kann leicht passieren, dass man vom Weg abkommt.
  • Planen Sie ausreichend Zeit fürs Korrekturlesen ein. Bestenfalls suchen Sie sich Jemanden (Freunde, Familie, Kommilitonen,..), der bereit ist, Ihre Arbeit sprachlich unter die Lupe zu nehmen.
  • Überprüfen Sie lieber zu oft, ob alle Quellenangaben und Verweise, sowie Format und Form der Arbeit korrekt ist. LaTex könnte gerade im technischen Bereich hilfreicher als Word sein, viele Lehrstühle stellen dafür schon eine Vorlage zur Verfügung. Alternativ finden Sie auch Kurse des RRZE zum wissenschaftlichen Arbeiten mit Word.
  • Denken Sie daran, dass Ihre Arbeit rechtzeitig einmal in gedruckter und gebundener Form und einmal in digitaler Form (PDF-Dokument auf Speichermedium) bei Ihrem Betreuer abgegeben werden muss.